gregor_friendz 1.0

my yearly letter to my closest friends (in german)
Hallo Zusammen! Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu, Zeit also, um zurueckzublicken. Wie das geht, wird uns von zahlreichen ‘Das war 1997’ Specials vorexerziert. Ich mag frische, unverbrauchte Ideen. Ich starte ein Experiment. Nachfolgend moechte ich euch ueber meine Projekte und Ziele fuer 1998 vertraut machen (ok, zumindest mit denen, welche sich einigermassen zu Papier bringen lassen). Meine Ueberlegung war dabei, dass die Ideen und Wuensche, welche sich in meinen Gedanken ansammeln, erst dann wirken koennen, wenn sie mitgeteilt werden. Jetzt kommt der Netzwerk-Gedanke ins Spiel: Vernetzte Ideen sind mehr wert als einzelne. Ich schicke dieses Mail an 17 Personen, das ergibt bereits 136 moegliche Verbindungen. Es ist wie die Geschichte mit dem 1. Faxgeraet: Das erste Faxgeraet kostete vielleicht 10’000$, war aber nichts wert, da es keine anderen Faxgeraete gab, denen man einen Fax haette schicken koennen. Mit den Jahren wurden Faxgeraete billiger, und ihr Wert stieg immer weiter. Wieso? Weil jedes zusaetzliche Faxgeraet die Anzahl der moeglichen Destinationen, an die ein Fax geschickt werden kann, erhoeht. Der Wert liegt also nicht im einzelnen Faxgeraet, sondern in den Verbindungen, im Netzwerk. So ist es doch auch mit Gedanken, Ideen, Wuenschen, Zielen etc. Moeglich, dass ihr euch jetzt ueberlegt, warum ich euch als Empfaenger ausgewaehlt habe. Zu jedem von euch habe ich einen anderen Bezug, es sind ganz unterschiedliche Dinge, die mich an euch faszinieren. Ihr habt auch Gemeinsamkeiten: Ihr macht euch alle Gedanken ueber die Zukunft. Ihr arbeitet alle an der Zukunft, jeder mit seinen spezifischen Faehigkeiten. Wenn ich mich mit jemandem ueber die Zukunft unterhalte (und ihr wisst alle, dass dies eines meines Lieblingsthemen ist), dann ist sehr oft jemand von euch dabei.
Ich koennte mir vorstellen, dass ihr euch das eine oder andere zu sagen haettet. Vielleicht kann ich ja mit diesem Mail das Netzwerk eurer eigenen Visionen aktivieren? Bringt euch ein, wenn ihr koennt und moechtet! PS: Wenn euch dieses Mail in irgendeiner Weise gestoert hat, dann sagt mir das, und ich spamme euch nicht laenger :-)

<VISION=”on”> Gerade kuerzlich wurde mir wieder mal bewusst, wie viel, aber auch wie wenig in den 3.5 Jahren, seit ich am Internet teilnehme, geaendert hat. Es war anfangs lustig, spaeter immer nerviger zuzusehen, wie die Massenmedien das Phaenomen Internet aufgriffen und behandelten. Die fehlende Kompetenz und eine fundamentale Fehleinschaetzung des Internet praegen bis heute die Medienlandschaft. Viele Medien sind noch in einer fruehen evolutionaeren Form des Internet-Publishings stehengeblieben, in dem sie nach wie vor ihre Berichterstattung auf Skandale und ihre Lieblingssites beschraenken. Die eigentlichen, viel fundamentaleren Fragen, welche das Internet in so unterschieldichen Bereichen wie Politik, Ausbildung, Wirtschaft, Militaer, Menschenrechte, Unterhaltung spielt, werden kaum je aufgegriffen. Meine persoenliche Erfahrung hat mir gezeigt, dass eine Diskussion ueber Internet-Themen ausserhalb von Computerkreisen sehr interessant sein kann, das notwendige Wissen aber meistens nicht vorhanden ist. Ich moechte daher 1998 im Rahmen des ICU eine Vortragsreihe ueber Internet & Gesellschaft lancieren, welche diese interessanten Fragen aufgreift. Wer dazu Ideen hat oder gern mitmachen moechte, soll sich doch melden. Das gilt uebrigens fuer alle Projekte, welche ich euch mit diesem Mail vorstellen moechte.In die gleiche Richtung zielt meine Absicht, sobald als moeglich meinen eigenen Webserver zu haben, und zwar zuhause auf meiner Maschine. Im neuen Jahr duerfte das ja dank Cablecom nicht sehr schwierig sein. Interessant wird es sein, ueber den normalen Homepage-Level hinauszugehen und wirklich interessante Dinge anzubieten. Am ehesten wird das wohl mit passwortgeschuetzten Bereichen funktionieren, mit denen ich ausgewaehlten Leuten Zugriff auf Material gebe, fuer die ein gemeinsames Interesse besteht. Damit das Ganze gut funktioniert, werde ich wieder versuchen, die Faxgeraete-Regel umzusetzen. Das bedeutet fuer mich konkret, dass ich in meinem Umfeld fuer mehr Internet-Accounts besorgt bin und Neueinsteiger unterstuetze.
In den Semesterferien (Februar/Maerz) oder eventuell auch spaeter moechte ich gerne einen circa zweiwoechigen Trip an die Westkueste der USA machen. Den meisten hab ich wahrscheinlich schon den Kopf vollgeschwatzt mit dem guenstigen Hotel, welches ich dort beziehen koennte, so dass das Ganze nicht allzu teuer wird. Ich suche noch Leute, die gerne mitkommen moechten.Weiter in der Zukunft liegt ein Projekt, welches ich zusammen mit Florian verfolge. Unser Ziel ist es, in einem geeigneten Mietobjekt (was ein geeignetes Mietobjekt ist, da gehen die Vorstellungen ziemlich auseinander…) eine WG einzurichten, die mit allen essentiellen Features wie Standleitung, Compis in jedem Raum, Haus-Netzwerk ausgeruestet ist.Mein Interesse fuer Rollenspiele mag einigen von euch bekannt sein. Im 1. Quartal 98 werde ich zusammen mit Roger ein Weekend organisieren, wo alle interessierten Einsteiger mal vorbeischauen koennen und mal ein “richtiges” Rollenspiel erleben koennen.Ebenfalls mit Roger hab ich mir gedacht, eine Performance zu organisieren. Ich weiss allerdings noch ueberhaupt keine Einzelheiten.Wir ihr seht, haben die meisten meiner Plaene fuer 1998 irgendwie mit Computern zu tun. Wenn ich das Ganze nochmals durchlese, erscheint es mir schon ein wenig einseitig. Na ja, mal schauen, was mein Experiment ergibt.. Ich w?nsche euch allen eine gute Zeit & hoffentlich treffe ich euch auch 1998 hin und wieder! <VISION=”off”>

Gregor_Friendz are, in alphabetical order:

mailto: “Gunther Bohnert” gunther.bohnert.es@alphacom.de;
Gunther, ein Grosscousin von mir (oder so aehnlich), beeindruckte mich schon vor Jahren mit seinen Multimedia-Lernprogrammen. Leider sehe ich ihn nur sehr selten, aber fuer was gibts denn Email..

mailto: “Balint Dobozi” badobozi@studi.unizh.ch>;
Balint Dobozi. Versuchte mir schon mehrfach die Bedienung von Sequenzern zu erklaeren, fuer die ich offensichtlich kein Flair habe..

mailto: “Florian Gnaegi” gnaegi@studi.unizh.ch>;
Florian Gnaegi, langjaehriger Mac Fellow & Feature Artist. Mit ihm fuehrte ich einige der coolsten Computer Performances durch.

mailto: “Michael Hampel” mhampel@studi.unizh.ch>;
Mike. Ich schaue ihm seit Jahren bei der Erzeugung elektronischer Musik ueber die Schultern. Mike versucht, die Pfade ausgetretener Computermusik zu verlassen und seinen ganz individuellen Sound auszuloten.

mailto: “Christian Huerlimann” 101613.621@compuserve.com>;
Christian Huerlimann. Meine erste erstaunliche Online-Bekanntschaft.Unser Shareware Konzept hob leider niemals ab..

mailto: “Markus Naef” naef@gretag.ch>;
Markus Naef, ein guter Freund aus juengeren Jahren. Arbeitet jetzt in der Bildverabeitungs-Branche. Verstaerkte mein Informatikinteresse.

mailto: “Vera Haas” vhaas@studi.unizh.ch>;
Vera kenne ich jetzt auch etwa seit einem Jahr. In dieser Zeit hat sie mich immer wieder mit Spezialaktionen ueberrascht & durch ihre joviale Art oeters zum Lachen gebracht.

mailto: “Gaby Roesle” roesle@stud.waho.ethz.ch>;
Einfach Asti, seit Jahr & Tag eine gute Freundin. Ich erinnere mich gut an die Diskussionen mit ihr ueber Sinn & Unsinn von Computern, welche sie recht vehement fuehrte.

mailto: “Alex Gligorijevic” alex@swix.ch>;
Mit Alex Gligorijevic wollte ich so circa 1992 einen Computerclub gruenden. Die Layoutentwuerfe und unser 1. Mailing hab ich grad kuerzlich wieder gefunden.

mailto: “Martin Sailer” sailerm@aol.com>;
Martin Sailer brachte mich vor 7 Jahren auf den Macintosh Geschmack.

mailto: “Mike Stock” stock@studi.unizh.ch>;
Mike Stock kenne ich eigentlich seit Jahren beilaeufig, seit ich im ICU bin, hatte ich Gelegenheit, in besser kennenzulernen. Dieses Jahr habe ich ihn staendig mit irgendwelchen Ideen, wie man BONSAI verbessern koennte, belaestigt.. :-)

mailto: “Georg Stoehr” georg.stoehr@span.ch>;
Mit Georg Stoehr hatte ich meine allerersten Computerdiskussionen,so um 1987..

mailto: “Johnson Suter” jsuter@studi.unizh.ch>;
Es war eine coole Ueberraschung, als ich vor etwa einem Jahr Johnson im Zug begegnete (ich hatte ihn seit Jahren nicht mehr gesehen) und erfuhr, dass er ebenfalls an der Uni Winfo studiert.

mailto: “Teddy Tirziu” tirziu@access.ch>;
Teddy Tirziu hat mir ueber die Jahre immer wieder die Moeglichkeit gegeben, seine Computer zu troubleshooten. :-) Gemeinsam erforschen wir die Beruehrungspunkte von Architektur & VR.

mailto: “Thamar Xandry” tkxandry@studi.unizh.ch>;
Wenn ich mal Lust habe, auf Englisch zu diskutieren, dann ist Thamar die richtige Gespraechspartnerin. Hat mir in diesem Jahr bei einigen persoenlichen Problemen geholfen, wofuer ich ihr sehr dankbar bin.

mailto: “Roger Amgwerd” not@online.yet>;
Die Freundschaft und die Diskussionen mit Roger geleiteten mich durch die Pubertaet. I would not be were I stand now if it hadn’t been for you. Roger beschaeftigt sich an der Fachklasse fuer freie Kunst mit einem sehr breiten Themenbereich, welches von Philosophie ueber Handwerk, Religion, Wissenschaft und Technik bis hin zu Psychologie reicht.

mailto: “Fabian Jaeger” not@online.yet>;
Fabian ist ein angenehmer Gastgeber und interessanter Gespraechspartner. Er ist selbst dann ein dankbarer Zuhuerer, wenn ich eine politische Diskussion mit ihm in technisch-visonaere Bereiche abgleiten lasse.. :-)